7. September 2022 zerowasteyourlife

Was sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung?

Orientierungshilfe für alles, was wir tun.

„Nachhaltigkeit“ ist das Wort der Stunde

Produkte, Unternehmen und Politiker:innen wollen nachhaltig(er) werden – oder sagen,  dies bereits zu sein. Wir von Zero Waste Your Life sind eine Agentur für Nachhaltigkeitsberatung. Das Thema ist also unser täglich Brot. Darum ist es höchste Zeit, den Begriff näher unter die Lupe zu nehmen.

Was bedeutet eigentlich „nachhaltig“?

First things first: Nachhaltigkeit ist kein geschützter Begriff. Trotzdem gibt es ein allgemeines Verständnis darüber, was damit gemeint ist.

Das bedeutendste Dokument für das Thema ist die Agenda 21 der Vereinten Nationen zu Umwelt- und Entwicklungsvorhaben aus 1992 in Rio de Janeiro. Hier liegt dem Nachhaltigkeitsbegriff das Drei-Säulen-Modell zugrunde. Demnach weist der Begriff eine ökologische, ökonomische und soziale Dimension auf. (Quelle)

Das bedeutet: Nachhaltigkeit ist mehr als „nur“ Umweltschutz und schließt noch weitere Aspekte ein. In einer perfekten Welt ist alles Handeln gut für die Umwelt (Ökologie), gut für die  Menschen (Soziales) und dabei wirtschaftlich tragbar (Ökonomie). Das ist zugleich auch ein zentraler Punkt des Drei-Säulen-Modells: Alle drei Aspekte sind gleichwertig und gleichrangig. Nur so können ein ganzheitlicher Wandel und nachhaltige Entwicklung gelingen. Ziel ist es, eine lebensfähige, lebenswerte und gerechte Welt zu ermöglichen.

Schauen wir uns die drei Säulen der Nachhaltigkeit genauer an.

Ökologische Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Umwelt und natürliche Ressourcen zu schonen. Das bedeutet einen bewussten Umgang mit Wasser, Energie und endlichen Rohstoffen. Gleichzeitig sollen klima- und umweltschädliche Emissionen gesenkt und die Biodiversität  gefördert werden.

Soziale Nachhaltigkeit stellt das Wohl aller Menschen in den  Mittelpunkt. Alle Menschen auf der ganzen Welt sollen frei, in Würde und unter gerechten, sicheren Bedingungen leben.

Ökonomische Nachhaltigkeit betrachtet das „gute“ Wirtschaften mit finanziellen Ressourcen. Dabei steht nicht Profitmaximierung im Vordergrund. Stattdessen benötigt nachhaltiges Wirtschaften eine langfristige Strategie, umwelt- und sozialverträgliche Produkte, Dienstleistungen und Infrastruktur zu finanzieren.

Nachhaltige Entwicklung  – ein weiteres relevantes Schlagwort der vergangen Dekade.

Am 25. September 2015 verabschiedete die UN-Generalversammlung die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung (UN 2015). Dieser neue globale Rahmen, der die Menschheit auf einen nachhaltigen Weg bringen soll, wurde im Anschluss an die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) in Rio de Janeiro, Brasilien, im Juni 2012 entwickelt.  Ein Hauptmerkmal der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ihre Universalität und Unteilbarkeit.

Das heißt: ALLE der gemeinsam formulierten Ziele sollen bis 2030 von ALLEN  erreicht werden. Um  das  zu  gewährleisten, wurde die Agenda 2030,  die  17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, in einem dreijährigen Prozess geschaffen, an dem alle global und lokal relevanten Akteur:innen beteiligt waren: die UN-Mitgliedstaaten, nationale Erhebungen mit Millionen von Menschen und Tausende von Akteuren aus der ganzen Welt beteiligt waren.

Damit  die Ziele erreicht werden können, muss jede:r seinen Teil dazu beitragen: Regierungen. der Privatsektor. die Zivilgesellschaft und jeder einzelne Mensch auf der Welt. (Quelle)

Lerne mehr über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)

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