20. April 2020 zerowasteyourlife

Der Soulincubator startet

Wir starten Phase II und heben das Projekt Zero Waste Your Festivals aufs nächste Level.

Als ich Ende 2017 mit dem Projekt Zero Waste Your Life startete, war da zunächst eine große Vision. Zero Waste-Workshops für Schüler*innen und Erwachsene wollte ich geben, meine Expertise mit möglichst vielen Menschen online teilen und Deutschlands Festivallandschaft vom Müll befreien. Als ich Freund*innen und Bekannten davon erzählte, war eine häufige Reaktion: „Da hast du dir aber viel vorgenommen“ oder gar die skeptische Frage: „Wie willst du das denn schaffen?“ Ebenso oft begegnete ich zum Glück ermutigenden Worten und hilfreichen Tipps für den Anfang. Damals steckte ich noch mitten im Masterstudium und hatte von praktischem Unternehmer*innentum nur wenig Ahnung. Umso dankbarer war ich, als mir eine Freundin später die Project Together-Community empfahl.

Herausforderung nebenberuflich gründen

Was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick. Meine wunderbare Coachin Heidi unterstützte mich, systematisch die nächsten Schritte zu planen. Seitdem haben die Bildungsangebote von Zero Waste Your Life mehr als 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ganz Deutschland erreicht, knapp 10.000 Euro für ein wohltätiges Crowdfunding eingesammelt und erreichen aktuell auf Social Media täglich mehrere tausend Menschen. Das Projekt Zero Waste Your Festival hatte ich in dieser Zeit immer im Sinn, doch rang zeitweise damit, es auch praktisch auf den Weg zu bringen. Die kritischen Faktoren waren Zeit und Geld. Geld zu verdienen als selbstständige Referentin für Nachhaltigkeit war aufgrund meiner bestehenden Kontakte machbar. Parallel die Zeit zu finden, ein großes Unternehmen in einem gänzlich neuen Wirkungsfeld aufzubauen, war schwierig.

Wachstum durch Coaching und Kontakte

Deshalb kam die Ausschreibung für die Act on Plastic Challenge im Spätsommer 2019 wie gerufen. 101 Projekte, die Lösungen für das Plastikproblem auf unserem Planeten entwickeln, sollten in Phase I des Soulincubators miteinander vernetzt und individuell gefördert werden. Genau das war es, was das Projekt Zero Waste Your Festival brauchte. Bei der Kick-Off-Veranstaltung in Berlin knüpfte ich wertvolle Kontakte zu anderen Projektgründer*innen. Gemeinsam mit meinem Coach Roland entwickelte ich Strategien, Zero Waste Your Festival auch neben laufenden Freelance-Aufträgen voranzubringen. Von Oktober 2019 bis März 2020 trafen wir uns alle zwei Wochen für einen Videocall. Roland stellte mir konstruktive Fragen, teilte sein Unternehmerwissen mit mir und erinnerte mich daran, immer auch die kleinen und großen Erfolge entlang des Weges zu feiern. Neben dem Coaching halfen dabei auch Treffen mit Expert*innen aus dem Project Together-Netzwerk zu Themen wie Positionierung, Businessplänen und Wirkungsmessung.  So wurde aus der Vision einer Festivalberatung nach und nach ein greifbares Ziel und aus der One-Woman-Show wurde ein Team.

Phase II startet

Als die Bewerbung für Phase II des Soulincubators startete, stand für meinen Mitstreiter Arne und mich fest, dass wir gern dabei sein möchten – und wir hatten Erfolg. Wir sind dem Soulincubator aus Project Together und Soulbottles sehr dankbar für ihre Unterstützung unseres Projekts nach der Devise „beweisen statt bewerben.“ Seit Anfang April 2020 lernen wir zusammen mit insgesamt 34 Personen aus 13 angehenden Unternehmen in Workshops und im persönlichen Austausch miteinander, was erfolgreiches, soziales und nachhaltiges Unternehmer*innentum bedeuten kann und wie es funktioniert.

Unterstützung auf allen Ebenen

Obwohl wir uns aufgrund der Coronapandemie noch nicht im für Phase II eingerichteten Coworking-Space in Berlin treffen konnten, spüre ich bereits jetzt eine starke Verbindung mit der Gruppe. Der Soulincubator unterstützt uns bis September weitere sechs Monate lang mit den passenden Ressourcen auf diesem Weg. Die finanzielle Unterstützung durch das Soulincubator-Stipendium gibt uns die Möglichkeit, das Projekt Zero Waste Your Festival in Vollzeit trotz anderweitigen Umsatzeinbußen aufgrund der Pandemie voranzubringen. Individuelles Coaching und Expert*innen-Workshops unterstützen uns, dabei persönlich und als Unternehmen in Gründung zu wachsen. Der Austausch mit den anderen Gründer*innen via Slack, während virtueller Community-Breakfasts und persönlicher Videocalls tut gut. Was uns verbindet, sind große Visionen und Tatendrang.

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